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Chronik - Bergrettung Fiss

Mit Beginn des Sommer- und Wintertourismus war es notwendig auch in unserem Ort ein Bergrettungswesen aufzubauen. Zuerst war es nur eine Meldestelle in der Schischule unter der Leitung von Wachter Alois sen. und Wachter Ludwig.

 

Anfang der 70-er Jahre wurde in Fiss eine Meldestelle der Bergrettung Serfaus, welche von Johann Schwendinger betreut wurde, eingerichtet.

 

Am 3. Juli 1976 wurde im Gasthof Cores die Bergrettungsortsstelle Fiss unter dem Beisein von Bürgermeister Emmerich Pale und den Vertretern der Landesleitung Bernhard Anker, Horst Aufischer, sowie den Bezirksvertretern Hugo Vorhofer und Gerhard Simperl offiziell gegründet.

 

Als erster Ortsstellenleiter wurde Johann Schwendinger von den 21 Gründungsmitgliedern gewählt. Folgende Bergrettungskameraden waren seit der ersten Stunde mit dabei:

Johann Schwendinger , Ludwig Wachter, Emil Geiger, Peter Tripp, Alois Geiger, Hubert Pregenzer, Raimund Pregenzer, Josef Pregenzer, Alois Wachter, Anton Riezler, Adelbert Rietzler, Josef Krismer, Engelbert Krismer, Franz Krismer, Herbert Röck, Bernhard Kathrein, Hermann Senn, Kathrein Friedl,  Anton Illmer, Florian Schmid, Johann Schranz und Alfred Zobl.

 

In den Anfangsjahren wurde unsere Ortsstelle mit sehr bescheidenen Mitteln geführt. So bestand die Ausrüstung zum Gründungsjahr wie folgt:

  • 3 Stück Lawinenpieps ( der Ankauf kostete damals schon ÖS 468.-/Stk.),
  • 26 Stück Lawinensonden, 100 Stück Fackeln als Beleuchtungsmittel für Nachteinsätze,
  • 10 Stück Verbandskassetten, 1 Stück Akja und einer Gebirgstrage.

Im Jahre 1979 wurde uns ein eigener Raum in der Talstation der alten Schönjochbahn zur Verfügung gestellt.

 

Der erste theoretische Lawineneinsatzkurs wurde im Schulhaus Fiss unter der Leitung des Heeresbergführers Hermann Schröcker im Dezember 1975 abgehalten und die erste praktische Lawinenübung fand im Februar 1976 statt.

 

Unser erster Einsatz am 18.7.1977 war die Suche nach den „ Geiger-Buben“. Gefunden wurden sie nach längerer Suche in einem selbst gebauten Kartonhaus im Dachboden eines Fisser Hauses.

Gemeinsam mit der Bergwacht konnten im Jahre 1977 2 Funkgeräte, Autophon SE 19 erworben werden.

 

Am 29.3.1980 hieß es Lawinenabgang mit einem Verschütteten in der Waldriefe. Der Verletzte konnte ca. nach 1 ½ h geborgen, erstversorgt und mit dem Akja bis Neuegg abtransportiert werden. Von dort aus wurde der Verletzte mit dem Hubschrauber des  Innenministeriums in die Innsbrucker Klinik geflogen.

 

In den 80-ern Jahren konnten durch Erlös von Veranstaltungen und Bergfilmvorführungen viele notwendige Ausrüstungsgegenstände angekauft werden.

 

Mit Mitteln der Raiffeisenbank Fiss wurden die ersten Anoraks angeschafft.

 

Unserem Kamerad Johann Schwendinger und seinem damaligem Team gilt besonderer Dank für die Gründung und die 14-jährige Leitung unserer Ortsstelle bis zum Jahre 1990.

 

Bei den Neuwahlen am 2.4.1990 wurde Franz Geiger als Ortsstellenleiter und Ossi Achenrainer  als sein Stellvertreter gewählt, welche bis zum heutigen Tag diese Funktion noch ausüben.

 

Der erste Einsatz unter der neuen Führung war die Suche nach einem Einheimischen, der aus einer Wildfalle befreit werden musste.

 

Am 25.1.1992 wurde im Schigebiet eine Großlawinenübung im Beisein vom Roten Kreuz, Bundesheer mit Hubschrauber und Suchmannschaft, Lawinenstaffel, ÖAMTC- Hubschrauber, Schischule, Seilbahn, Bergwacht, Alpingendarmerie sowie vielen Bergrettungsmännern erfolgreich absolviert.

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Im Zuge eines Neubaus des Betriebsgebäudes der Fisser Bergbahnen konnte unsere  Ortsstelle dank der Unterstützung des Geschäftsführers und des Bergrettungskameraden Alois Geiger einen neuen Bergrettungsraum beziehen.