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Lawinenairbag

Der Lawinenairbag ist in einem Rucksack integriert. Falls der Schneesportler von einer Lawine erfasst wird, kann er durch Zug an einem Griff an der Vorderseite des Rucksacks das Aufblasen des Airbags auslösen. Mit Hilfe einer Patrone wird der Airbag innerhalb von 1–2 Sekunden aufgeblasen.



Im Fall einer Lawine reduziert sich das Risiko für den Sportler in der Lawine einzusinken. Wer es genauer wissen möchte: Physikalisch gesehen ist eine Lawine ein strömendes Granulat. Während des Abgangs bleiben große Partikel dabei tendenziell an der Oberfläche, kleinere bewegen sich eher in den unteren Schichten der Lawine. Der Lawinenairbag hilft dem Erfassten, als „Partikel“ so groß wie möglich zu bleiben. Somit besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass man an der Lawinenoberfläche abgelagert wird. Dieses Phänomen nennt man auch Paranuss-Effekt.

Alle Lawinenairbags sind im Prinzip wartungsfrei, eine jährliche Zusandskontrolle sollte laut den Angaben der Hersteller durchgeführt werden.

Sie sollten zumindest einmal jährlich


  • den Airbag entfalten
  • eine Probeauslösung durchführen

 

!! Unbedingt Angaben der Hersteller beachten !!

Hier sehen Sie die vor kurzem durchgeführte Probeauslösung eines Lawinenairbags der Bergrettung Fiss

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